Die Poker Players Alliance hat einen weiteren Erfolg vor Gericht verzeichnen können.
Nach einer gerichtlichen Entscheidung zuvor in Pennsylvania, dass Poker ein Geschicklichkeitsspiel ist, kommt nun auch ein Gericht in Colorado zu diesem Schluss.
Begonnen hat die ganze Sache, als die Polizei die Rafferty’s Bar in Greeley, Colorado stürmte und ein „illegales“ Pokerturnier auffliegen ließ.
Von den dort pokerspielenden Personen (insgesamt 30) erhielten 4 eine Anzeige und Geldbußen verordnet.
3 der Angeklagten beugten sich der Staatsgewalt – nicht so einer der Organisatoren des Pokerturniers: Kevin Raley.
Die Poker Players Alliance nahm sich des Falls an und unterstütze Raley bei dessen Verteidigung vor Gericht.
Da sich die Anklage hauptsächlich darauf stütze, dass Raley das Glückspielsgesetz verletzt hatte, konterte die Poker Players Alliance, dass keine Verletzung dieses Gesetzes vorliegen kann, da Poker ein Geschicklichkeitsspiel ist.
Der Verteidiger, Todd Taylor, rief sogar einen Statistik-Professor der University of Denver in den Zeugenstand der darlegte, dass es bei Poker auf lange Sicht tatsächlich auf das Können und nicht auf Glück ankommt.
Die Verteidigung funktionierte.
Die Jury kam jedenfalls zu der Entscheidung, dass es sich bei Poker tatsächlich um ein Geschicklichkeitsspiel handle.
Dies ist nun schon die zweite Entscheidung eines Gerichts die den Argumenten der Poker Players Alliance folgte.
Man kann nur hoffen, dass der amerikanischen Kongresses seine Entscheidungen aufgrund dieser Gerichtsurteile ebenfalls überdenkt und den UIGEA (Unlawful Internet Gaming Act) in einer Gesetzesnovelle schnellstens wieder abschafft.